Strömender Regen, Graupelschauer, eisige Temperaturen – die berüchtigte Nürburgring-Nordschleife erwies sich beim 33. ADAC-Nürburgring 24h-Rennen einmal mehr als
„Grüne Hölle“. Während viele ihrer Kontrahenten den extrem widrigen äußeren Bedingungen zum Opfer fielen, spulten Kati Droste, Catharina Felser, Steffi Halm und Nicole Lüttecke vom Damen-Nachwuchsteam der
Motorsport Akademie Nürburgring auf ihrem Mazda RX-8 konzentriert ihre Turns ab und kamen unter 224 Fahrzeugen auf dem vierten Rang in ihrer Klasse und dem 55. Rang im Gesamtklassement ins Ziel.Nachdem
die vier Pilotinnen im ersten Zeittraining am Freitag noch mit Problemen an der Bremse zu kämpfen hatten und nur den 122. Startplatz erreichten, wurde die Bremsenkühlung des Mazda überarbeitet, um für das
24h-Rennen optimal vorbereitet zu sein. Während des Rennens stellte das wechselhafte Eifelwetter höchste Anforderungen an die Fahrerinnen: von Sonnenschein bis Hagel und sintflutartigem Regen war alles
geboten - trotzdem meisterten die vier jungen Damen alle Situationen perfekt und behielten die Nerven.
Aufgrund seines Wankelmotors und der daraus resultierenden Hubraumberechnung wurde der Mazda RX-8 in
die Klasse V5 eingestuft und musste sich dort mit deutlich leistungsstärkeren BMW M3 messen. Dennoch war der Kampf um die Platzierung auf der längsten Rennstrecke der Welt zeitweise ein echter Krimi, den
auch die Medienvertreter mit großem Interesse verfolgten. Bis zu drei TV-Teams waren zu Spitzenzeiten gleichzeitig in der Box und richteten Mikrofone und Kameras auf die Crew und die vier ebenso hübschen wie
schnellen Ladys.
Dank fehlerfreier Leistung, guten Stopp-Zeiten und günstigem Rennverlauf arbeitete sich das Team sogar bis auf den dritten Platz in der Klasse vor, der lange Zeit erfolgreich verteidigt
werden konnte. Nach einer Berührung im Zweikampf kurz vor Schluss machte ein Reifenschaden jedoch einen zusätzlichen Boxenstop nötig – die dadurch verlorene Zeit war am Ende nicht mehr aufzuholen.
"Ein hervorragendes Ergebnis für das ganze Team, besonders hat mich die hohe Professionalität und die Rennintelligenz der vier Fahrerinnen beeindruckt: schnell, wenn es möglich war, und zurückhaltend,
falls es die Umstände erforderten. Dabei haben sie trotzdem aus dem Auto das Beste herausgeholt, ohne den Wagen und die serienmäßige Technik zu überfordern. Ein weiterer Vorteil waren unsere Kumho
Intermediate-Reifen, die bei der wechselhaften Witterung hervorragend funktioniert haben. Aufgrund der ungünstigen Klasseneinstufung ist das Ergebnis noch höher zu bewerten", kommentierte Christopher
Bartz von der Motorsport Akademie Nürburgring den Einsatz. Während des 24h-Rennens hatte Bartz nach der Organisation der Sichtung und Auswahl der Fahrerinnen vor einigen Wochen auch die Rolle des Teamchefs
übernommen.
Der nächste Einsatz auf der Nordschleife ist am 11. Juni beim 4. VLN-Lauf geplant. Bis dahin sollen noch weitere Details am RX8 verbessert werden, um den Erfolg zu wiederholen und vielleicht
sogar bis auf Treppchen vorzudringen.
Kati Droste, Cathi Felser, Steffi Halm und Nicole Lüttecke vor dem Start